Handynavigation

Handynavigation (auch Offboard-Navigation genannt) ermöglicht die Nutzung eines Handys als Navigationssystem. Dabei ist zu beachten, dass das Kartenmaterial nicht auf dem Handy gespeichert ist. Durch eine spezielle Software sowie UMTS oder GPRS wird das Gerät mit einem externen Server verbunden. Über diesen sind anschließend Routen und Kartenmaterial verfügbar. Bei der Onboard-Navigation hingegen sind diese bereits auf dem Gerät gespeichert. Dafür ist viel Speicherplatz nötig, deshalb eignen sich auch nur Geräte mit großem Speicherplatz und starkem Prozessor dafür. Für die Handynavigation sind mittlerweile viele gängige Modelle ohne weiteres einsetzbar. Voraussetzung sind eine Internetverbindung und das Empfangen von GPS-Signalen. Außerdem sollte das Handy über ein Javabetriebssystem (J2ME) verfügen.

Die ersten Handynavigationssysteme waren in Deutschland erstmals im Jahr 2005 verfügbar. Erste Navigationsprogramme waren unter anderem Activepilot von Jentro, 3D-Softnavigation sowie T-Navigate und Wayfinder für Nokia Series 60 Geräte. Da Handynavigationssysteme in den letzten Jahren immer häufiger genutzt wurden, verbreiterte sich der Markt. Inzwischen bietet fast jeder Mobilfunkanbieter ein Programm an. Meist ist dieses aber kostenpflichtig. Vorteile der Handynavigation sind die geringen technischen Voraussetzungen (es ist keine weitere Hardware nötig) und der ständigen Aktualisierung des Kartenmaterials. Sie eignet sich besonders für den spontanen Gebrauch und überzeugt durch ihre leichte Prortabilität. Allerdings ist auf einen günstigen Tarif für Datenübertragungen zu achten, da sonst enorme Kosten entstehen können.

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